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  1. #1
    Neuer Benutzer Schatcha befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Schatcha
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    Kaffee Werkzeug "Ahle"

    Beim Lesen über die Ausrüßtung von Ötzi ist mir das Werkzeug Ahle aufgefallen. Das ist vereinfacht gesagt ein Dorn, mit dem man Löcher in stechen und/oder (nur ?) bestehende Löcher aufweiten kann.

    Wenn man z.B. Leder mit einer Sehne vernähen möchte benötigt man ein Werkzeug, mit dem man Löcher in das Leder sticht, durch welches man die Sehne ziehen kann.

    Mir war dieses Werkzeug bisher nicht (sinnhaft) aufgefallen, denn heutzutage greift man zur Lochzange oder Locheisen bzw. man nimmt einen Holz- oder Steinbohrer. Ich erinnere mich, solches Werkzeug noch beim Werkzeug meines Großvaters gesehen zu haben aber habe dieses Werkzeug als "veralteten Schrott" abgetan und nicht weiter beachtet.


    Ich denke die ersten Ahlen wurden aus Knochen gefertigt, denn Knochen sind deutlich elastischer als Stein aber härter als Holz.

    Die ersten Werkzeuge aus Stein waren zwangsläufig sehr plump, denn sie wurden mehr oder weniger zufällig produziert in dem Steine mit anderen Steine zerschlagen wurden. Ein Nachbearbeiten war eher schwierig.

    Das generelle Problem ist, daß man zum Bearbeiten eines Materials (Werkstoff) ein Werkzeug benötig, das selbst aus einen härteren Material besteht als der zu bearbeitende Werkstoff. So kann man mit einen Radiergummi kein Loch in ein Stück Stahl bohren aber ein Stahl kann ein Loch in ein Radiergummi bohren.
    Für Steine hies dies, daß nur mit einen Werkzeug aus härteren Stein es möglich war einen weicheren Stein zu bearbeiten. Nur mit Schleifen lassen sich die härtesten Materialien bearbeiten. Wenn das härteste verfügbare Material Granit ist, dann kann man eine Granit-Pfeilspitze nur mit Granit zurecht schleifen.

    Daher waren die ersten Werkzeuge aus Stein und die am meißten verarbeiteten Materialien Holz und Knochen und vll. noch weicher Stein. Schließlich kamen noch Sehnen als Bindemittel und Leder und Fell und hinzu. Wann sich Baumharz als Kleber hizugesellte weiß ich nicht abzuschätzen.



    Mir gefällt nicht daß Steini eigentlich schon zu Anfang des Spiels zum Ende der Steinzeit springt, denn Ackerbau und Viehzucht erlaubten erst die allgemeine Seßhaftigkeit welche Vorraussetzung für die Sinnhaftigkeit der Errichtung von Häusern war. Z.B. muß ich zum Kochen (Garen?) bereits ein Stammhaus aus Stein errichten damit ich eine Feuerstelle bauen kann.

    Ich denke den Bau einer Feuerstelle sollte man sehr früh erlernen und früh lernen wie man Fleisch über Feuer grillt. Als Fortschritt sollte man erlernen wie man die Feuerstelle mit Steinen abgrenzt. Als Fortschritt des Grillens wäre es sinnvoll das Fleisch nicht über den Feuer zu "kokeln" sondern über die Glut des niedergebranten Feuers "richtig" zu grillen. Dadurch verbrennt das Fleisch nicht bzw. weniger und kann besser durchgaren.

    Knochen sollten keine all zu seltene Resource sein, denn Raubtiere haben stets Beutetiere gerissen und wenigstens die Knochen aber in aller Regel auch das Fell bzw. die Häute zurück gelassen. Das erste Werkzeug das Mensch benutzte waren Steine, mit denen sie diese Knochen aufgeschlagen haben und so an Protein-reiche Nahrung gelangt sind.

    Eine der ersten "besseren" Waffen dürften daher Oberschenkel-Knochen von Tieren gewesen sein. Diese Knochen können sehr groß sein, sind relativ leicht doch sehr stabil. Beim zerschlagen der markhaltigen Knochen sind mehr oder weniger brauchbare Werkzeuge erst als unbeabsichtigte Neben-Produkte entstanden, z.B. Knochen-Splitter als "Zahnstocher". Die ersten Leder und Felle entstanden vermutlich auch eher aus Zufall: Um die nahrhaften Reste Fleisch und Fett von den Häuten zu gewinnen wurden diese mit Scharber-artig geformten Stein-Werkzeugen von den Häuten getrennt. Vermutlich kauten sie zu diesem Zwecke auch auf den Häuten herum wie auf einer Art Kaugummi. Dadurch wurden die Tierhäute haltbar und verwesten wesentlich langsamer was auch den Gestank reduzierte. Vermutlich wurden diese als erstes als Matten und Decken und Umhänge benutzt, um sich vor der Kühle des Bodens und der Luft in der Nacht zu schützen. Leder und Felle waren vermutlich neben dem Feuer für Licht die zweite "technische Komponente" um in Höhlen wohnen zu können.

    Allerdings erforderte der Betrieb einer Feuerstelle fortdauernde Pflege und Arbeit: Zum einen muß Feuerholz besorgt werden und bevor die Glut erlischt muß je nach Zustand der Restglut Zunder, kleine Zweige und größere Äste besorgt werden. Außerdem mußte das Brennmaterial trocken sein oder zum Trocknen zwischengelagert werden. Kurz: Das Feuer zu Unterhalten machte zusätzliche Arbeit. Man könnte also sagen: Das Wohnen in einer Höhle hat klare Vorzüge gegenüber dem unter dem offenen Himmel, aber es ist nicht ganz "kostenlos".

    Mit Fell und Feuer konnten die Menschen wohl in Höhlen hausen und waren dort vor Wind, Wetter und wilden Tieren geschützt, doch waren die Menschen dennoch noch nicht seßhaft sondern blieben nur für eine begrenzte Zeit dort und zogen dann weiter wenn die Umgebung nach Nahrung abgesucht wurde und nicht mehr genügend hergab. Vermutlich wechselten die Menschen nur innerhalb bestimmter Gebiete, von denen sie aus Erfahrung wußten daß diese "Gebiets-Wechsel-Reihenfolge" (in ihrem Revier) für ausreichend Nahrung sorgt. Anfangs nahmen sie sicherlich kein richtiges Gepäck bzw. "Hausstand" mit. Anderseits sammelten sich ihre "technischen Hilfsmittel" in ihren zeitweiligen Behausungen (Höhlen, windgeschütze Stellen mit Feuerstelle, etc.) an.

    Ganz schön weit vom Thema abgeschweift. ^^

  2. #2
    Neuer Benutzer stefan2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von stefan2
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    Beitrag Genghis Khan

    naja nicht gerade der brüller aber für einen kleinen Zeitvertreib reicht es

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